Woke SRF-Musikredaktion cancelt «Skandal im Sperrbezirk» – obwohl das Lied 1982 elf Wochen auf Platz eins der Charts war
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Woke SRF-Musikredaktion cancelt «Skandal im Sperrbezirk» – obwohl das Lied 1982 elf Wochen auf Platz eins der Charts war

Manche Wörter, die mit N beginnen, enden kontrovers: Neger, Nutten, Nazis.

Im öffentlichen Verkehr sollte man diese Wörter nicht laut aussprechen, das versteht sich von alleine. Doch wie sieht es mit Singen aus?

Als Guideline darf hier die wöchentliche Sitzung der SRF-Musikredaktion herangezogen werden. Da werden Musiktitel rausgekickt, die «nicht mehr ins Programm passen», heisst es von SRF. Es werden also nicht unbedingt die Lieder gespielt, die der Gebührenzahler mag, sondern was ihm zugemutet werden darf.

© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
The moderator Fraenzi Haller at work in the SRF Musik Welle radio studio, a radio station of the Swiss Radio and Television SRF at the Brunnenhof Street in Zurich, Switzerland, photographed on November 30, 2017
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

«Skandal im Sperrbezirk» ist so ein Lied. Elf Wochen war die Single Nummer 1 in den Schweizer Charts – das war allerdings 1982.

Im Lied geht es um die Neugestaltung des Münchner Sperrbezirks Ende der 1970er Jahren. Damals wurde die Prostitution fast im gesamten Münchner Stadtgebiet in jeglicher Form verboten. Wer das Plaisir suchte, musste aufs Land fahren.

Oder zu Rosi, die im Lied erwähnt wird. Mit den Worten der Sängerknaben: «Ja, Rosi hat ein Telefon. Auch ich hab ihre Nummer schon.» Im Lied kommt dann noch die Zeile: «Und draussen vor der grossen Stadt steh’n die Nutten sich die Füsse platt.»

Der woken Musikredaktion von SRF war das natürlich zu viel. «Skandal im Sperrbezirk» sei «nicht in Rotation bei Radio SRF 1, SRF 3, Radio Swiss Pop oder SRF Musikwelle».

Auch Privatradios wollen sich ihre Plattenspieler nicht anbrennen lassen. Ringier schreibt: «Nur kurz: Wir spielen den Song weder auf Energy noch auf unseren anderen Sendern Vintage Radio, Schlager Radio und Rockit Radio

Wer das Lied trotzdem hören will, muss entweder in den Keller gehen oder Radio 1 hören. Moderationsleiter Marc Jäggi: «Selbstverständlich wird der Klassiker weiterhin bei Radio 1 zu hören sein.» Der Song sei schliesslich «gesellschaftlich brisant und auch heute noch aktuell».

Auch bei CH Media steht «Skandal im Sperrbezirk» noch nicht im Index. Der Song werde aber nur noch «vereinzelt» auf Radio Melody, Flashback FM und Radio Central gespielt, so Nicola Bomio, Leiter Radio von CH Media. Bei den grossen Sendern also nicht.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.