Nicht laut, nicht eindeutig, aber möglicherweise historisch: Der Chef des Medienunternehmens The Pioneer, Gabor Steingart, beschreibt, wie das Treffen zwischen Trump und Putin zeigt, was Diplomatie wirklich ist: ein Ringen im Unklaren, tastend und oft in Grautönen.
Während Europa schlief, trafen sich die Präsidenten der USA und Russlands im fernen Alaska – und obwohl am Ende keine klaren Vereinbarungen standen, könnte das Treffen ein Wendepunkt gewesen sein. Steingart schildert, dass gerade die Unsicherheit, das Schweigen und die Zurückhaltung der beiden Politiker auf etwas Grösseres hinweisen: den Beginn eines Prozesses.
Michael Jungblut/laif
«Diplomatie», so sein zentrales Argument, «ist kein Ort für PR-Shows oder Schwarzweissmalerei». Sie lebt im Zwielicht des Möglichen – «zwischen gestern und morgen, zwischen ‹So war es› und ‹So könnte es sein›». Genau dort bewegten sich Putin und Trump: keine grossen Gesten, keine Schlagzeilen – aber ein vorsichtiger Schritt in Richtung Verständigung.
Der grösste Verlierer bleibt das Schlachtfeld, auf dem weiter gestorben wird. Doch wo geredet wird, wird nicht geschossen – und vielleicht war genau das die wichtigste Botschaft dieser Nacht.