Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will Europa um finanzielle Unterstützung bitten, um die Löhne seiner Soldaten zu erhöhen. Ziel sei es, die stagnierende Rekrutierung wieder anzukurbeln. «Unsere Soldaten selbst können die Waffe sein, die alle schützt», sagte Selenskyj laut Financial Times.
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Bisher finanzieren westliche Partner vor allem Waffen und Ausrüstung. Doch Selenskyj argumentiert, dass bessere Bezahlung Anreize für Freiwillige schaffen könnte. Derzeit benötigt die Armee laut Eigenangabe monatlich rund 30.000 neue Rekruten – diese Zahl werde selten erreicht. Videos von Zwangsrekrutierungen verschärfen die öffentliche Ablehnung. Die Senkung des Einzugsalters auf 25 Jahre habe kaum Wirkung gezeigt.
Neben höheren Löhnen fordert Selenskyj zusätzlich auch sieben Patriot-Systeme, um russische Raketen abzuwehren. Deutschland und Norwegen hätten zwei beziehungsweise ein System zugesagt. Zudem hoffe Kiew auf US-Aufträge im Umfang von bis zu 30 Milliarden Dollar für die ukrainische Drohnenproduktion, berichtet die Financial Times.