«Sollte ein Schiff versuchen, ohne Genehmigung durchzufahren, wird es zerstört»: Iran knüpft Hormus-Passage an Routenauflagen und Bezahlung in Bitcoin
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«Sollte ein Schiff versuchen, ohne Genehmigung durchzufahren, wird es zerstört»: Iran knüpft Hormus-Passage an Routenauflagen und Bezahlung in Bitcoin

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«Sollte ein Schiff versuchen, ohne Genehmigung durchzufahren, wird es zerstört»: Iran knüpft Hormus-Passage an Routenauflagen und Bezahlung in Bitcoin
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Der Iran will während der Waffenruhe Durchfahrten durch die Strasse von Hormus nur noch gegen Gebühr und unter strikten Auflagen erlauben. Der Verband der iranischen Öl- und Petrochemieexporteure sagte der Financial Times: «Der Iran muss überwachen, was in die Meerenge hinein- und hinausgeht, um sicherzustellen, dass diese zwei Wochen nicht für den Transport von Waffen genutzt werden.»

Divyakant Solanki/EPA/Keystone
Der Öltanker Shenlong im Hafen von Mumbai (Symbolbild)
Divyakant Solanki/EPA/Keystone

Demnach müssen Tanker ihre Ladung vorab per E-Mail melden. Nach Prüfung durch die Behörden wird eine individuelle Freigabe erteilt und eine Gebühr festgesetzt – laut Verband ein Dollar pro Barrel, leere Schiffe sollen kostenlos passieren. Die Zahlung hat in Bitcoin zu erfolgen und muss innerhalb von Sekunden abgewickelt werden. Hintergrund sind Sanktionen, die klassische Zahlungswege erschweren. Gleichzeitig deutet sich an, dass Tanker eine nördliche Route nahe der iranischen Küste nutzen müssen.

Die Entscheidungshoheit liegt beim Obersten Nationalen Sicherheitsrat. Parallel verschärfte Teheran den Druck: Noch am selben Tag der Waffenruhe kündigte Iran an, den Transit von Öltankern vorübergehend ganz auszusetzen – als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon. Zudem erhielten Schiffe im Golf eine klare Warnung: «Sollte ein Schiff versuchen, ohne Genehmigung durchzufahren, wird es zerstört.»

Die Massnahmen stehen im direkten Widerspruch zu den Bedingungen der Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump erklärte, diese gelte nur, wenn «die Islamische Republik Iran der vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Strasse von Hormus zustimmt».

Die Folgen sind erheblich: Hunderte Schiffe warten auf Passage, täglich können nur noch rund 10 bis 15 Tanker die Meerenge passieren – vor dem Konflikt waren es etwa 135. Rund 175 Millionen Barrel Öl befinden sich auf wartenden Schiffen. Reedereien reagieren zurückhaltend, Golfstaaten fordern freien Zugang zu den Märkten.

Damit etabliert der Iran faktisch ein kontrolliertes Nadelöhr für den globalen Ölhandel – unter wirtschaftlichem Druckmittel und militärischer Drohkulisse. Die Waffenruhe gerät dadurch weiter unter Spannung.

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