Sozialdemokratische Gaza-Kinder: Wie SP-Politiker ihre inhumane humanitäre Aktion auf Kosten der Allgemeinheit bewerkstelligten
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Die Weltwoche

Sozialdemokratische Gaza-Kinder: Wie SP-Politiker ihre inhumane humanitäre Aktion auf Kosten der Allgemeinheit bewerkstelligten

Wie die NZZ am Sonntag berichtet, wurde der Plan zum Einfliegen von zwanzig verletzten Kindern aus dem Gazastreifen plus je vier Begleitpersonen am Rand des Filmfestivals in Locarno aufgegleist. Der marxistische Kuba- und Palästina-Fan, Ex-SP-Nationalrat und Arzt Franco Cavalli sprach mit der Tessiner SP-Regierungsrätin Marina Carobbio und mit SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Der Genfer SP-Ständerat Carlo Sommaruga wiederum soll sich in deren Auftrag mit SP-Bundesrat Beat Jans verständigt haben. Und schon war der Plan auf Kosten der Allgemeinheit geboren.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
An injured child and his mother are taken to an ambulance after landing at Zurich Airport, Switzerland, on Friday, October 24, 2025
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Die Kantone, deren Bevölkerung für diese Aktion aufkommen muss, wurden per Rundschreiben durch zwei Generalsekretäre der links geführten Departemente Baume-Schneider und Jans um Mitarbeit ersucht. Genau wie die Weltwoche am Donnerstag vorausgesagt hat, machen lediglich 6 von 26 Kantonen mit. Die grossen Deutschschweizer Kantone haben abgesagt.

Denn was humanitär tönt, ist in Wirklichkeit das Gegenteil. Die vorderhand sieben und später zwanzig Kinder werden willkürlich ausgewählt, alle anderen bleiben zurück. Die Bevorzugung der einen heisst immer auch Benachteiligung der andern. Wie will man der Welt erklären, warum man aus den zahlreichen Kriegsgebieten dieser Welt genau ein paar Gaza-Kinder herauspickt? Warum sind alle anderen minderen Rechts? Wie rechtfertigt man die teuren individuellen Behandlungskosten in der Schweiz, wo man im betroffenen Gebiet selber für den gleichen Betrag viel mehr Kinder retten könnte? Und ist es gegenüber der hiesigen Bevölkerung – speziell gegenüber der jüdischen Minderheit – vertretbar, möglicherweise zusätzliche Gewalt zu importieren? Zumal den palästinensischen Kindern schon ab den ersten Lebensjahren Hassgefühle auf die angeblichen Peiniger eingetrichtert werden.

Vor allem haben die SP-Politgranden vergessen, was es für die Kinder heisst, aus ihrer gewohnten Umgebung für ihr ganzes künftiges Leben herausgerissen zu werden. Kein Wunder, leiden sie an entsprechenden Angstgefühlen, wie es unsere Medien vermelden. Woher nehmen wir die Überheblichkeit, anzunehmen, es müsse diesen Gaza-Kindern wegen materieller Vorteile im vorwinterlichen Basel und Genf auf Dauer besser gefallen als unter ihrer warmen Sonne?

Den Vogel schoss Raphael Rauch im Sonntagsblick ab. Dieser ehemalige Religions-Journalist erzählte im Zusammenhang mit dem Einflug die Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef. Genau wie es die Drahtzieher der Aktion vorausberechnet haben, wird ihr Coup mit den Gaza-Kindern zum Akt höchster christlicher Barmherzigkeit. Rauch beschwört ausgerechnet bei der Aufnahme von hundert zusätzlichen, mutmasslich beträchtlich radikalisierten Moslems die «christlich-abendländische Schweiz». Von der er offenbar nur begrenzte Kenntnisse hat. Sonst könnte Rauch nicht den Stuss schreiben, unsere Kinderärzte müssten auf die Barrikaden gehen, denn sie hätten ja schliesslich «den hippokratischen Eid geschworen». Zur Erinnerung: In der Schweiz schwören die Ärzte weder den hippokratischen noch sonst irgendeinen Eid. Es sei denn, sie bekleiden ein politisches Amt.

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