Der Zürcher Neo-Stadtrat Tobias Langenegger machte seinen Wahlkampf mit dem Thema Wohnungsnot. Die Situation sei «wirklich schlimm», klagte er. Und schimpfte auf die «explodierenden Mieten» und die «renditeorientierten Immobilienkonzerne». Dabei griff er auch zu sozialistischen Methoden und forderte noch mehr staatliche Eingriffe und gar eine «strukturelle Kontrolle über Boden».
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Persönliche Gewinnmaximierung auf Kosten anderer, die es nötig haben, strebt allerdings auch der «Wo-Wo-Wohnige»-Vorkämpfer an. Er wohnt in einer von der Stadt vergünstigten Genossenschaftswohnung. Und will auch nach seiner Wahl in den Stadtrat und trotz seines Jahreslohns von einer Viertelmillion Franken dort bleiben, wie er zu Inside Paradeplatz sagte. Die distinguierte Neue Zürcher Zeitung nennt das «absurd» und «verlogen» und «heuchlerisch».
Doch dass in der links-grünen Blase der grössten Schweizer Stadt genügend politischer Druck entsteht, damit der gemäss NZZ absurd verlogene Heuchler Platz für Bedürftige macht, ist kaum zu erwarten. Vielmehr dürfte Langenegger das Hochbauamt übernehmen. So kann er dann das Geschäftsmodell der SP-Bonzen noch optimieren. Die entsprechenden Mehrheiten im Parlament hat er bereits.