Die Delegierten der SP haben am Parteitag in Biel einer Resolution zugestimmt, die muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Kopftuchs erlauben will. Damit weicht die Partei von ihrer bisherigen Haltung im Parteiprogramm ab, das sich gegen ein Kopftuch für Lehrpersonen ausgesprochen hatte. Dies berichtet 20 Minuten.
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Die Resolution der SP-Migranten führte zu einer emotionalen Debatte. Die Zürcherin Vera Celik warb an vorderster Front für das Anliegen. Sie kritisierte, es sei falsch, dass Putzfrauen mit Kopftuch akzeptiert seien, Lehrerinnen jedoch nicht. Nationalrat Benoît Gaillard stellte sich wegen der Formulierungen zu Lehrpersonen gegen die Resolution. Weitere Parteimitglieder argumentierten, Staat und Religion müssten getrennt bleiben.
Das Präsidium empfahl die Annahme der Resolution. Co-Präsident Cédric Wermuth ging in seiner Rede nicht ausdrücklich auf die Kopftuchfrage ein. Die Delegierten stimmten der Vorlage zu später Stunde zu, zahlreiche Plätze im Saal blieben leer.