Nach einer brutalen Attacke auf einen 68-jährigen Rentner ist es in der südspanischen Kleinstadt Torre-Pacheco zu massiven Ausschreitungen gekommen. In der Nacht zum Sonntag zogen vermummte Gruppen durch die Strassen, warfen Flaschen auf Polizisten und errichteten brennende Barrikaden. Die Behörden sprechen von einem Angriff auf Migranten – aus dem Netz heraus wurde sogar zur «Jagd» auf Menschen mit nordafrikanischer Herkunft aufgerufen, wie die Zeitung La Opinión de Murcia berichtet.
Mientras tanto en la Sexta dicen que los vecinos de Torre Pacheco son una banda de ultraderechistas organizados, extremistas y racistas, y que los marroquíes que la están liando solo se están defendiendo. Es increíble su manipulación y odio hacia los españoles.#XplicaCrispados pic.twitter.com/l19uByWjc2
— Capitán General de los Tercios (@capTercio) July 12, 2025
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Der Vorfall begann mit einem Übergriff auf Domingo Tomás Martínez. Der Rentner wurde laut Medienberichten am frühen Mittwochmorgen beim Spaziergang von drei mutmasslich marokkanischstämmigen Jugendlichen zusammengeschlagen. Die Tat wurde gefilmt und online verbreitet. Die Täter sind weiterhin flüchtig, so La Opinión de Murcia.
Wegen des Vorfalls versammelten sich am Wochenende offenbar rechtsextreme Gruppen in Torre-Pacheco, einer Stadt mit rund 40.000 Einwohnern, von denen etwa 30 Prozent einen Migrationshintergrund haben, schreibt die Zeitung Die Welt. Die Polizei musste laut Bürgermeister Pedro Ángel Roca Tornel eine direkte Konfrontation zwischen den Gruppen verhindern. Es gab eine Festnahme, fünf Personen wurden verletzt.
Spanische Medien berichteten, dass sogar Geschäfte von marokkanischen Einwanderern gezielt attackiert wurden. In sozialen Netzwerken kursierten gewaltverherrlichende Parolen wie «Schiebt sie jetzt ab». Die Regierung in Murcia kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz an. Der konservative Regionalpräsident Fernando López Miras mahnte auf X: «Torre-Pacheco muss zur Normalität zurückfinden.»
Spaniens Jugendministerin Sira Rego (Sumar) sprach dagegen von «rassistischer Verfolgung migrantischer Menschen» und warf der «Ultrarechten» eine Mitschuld an den Ausschreitungen vor.