Spanien überholt Deutschland: Madrid erstmals wieder mit kleinerem Haushaltsdefizit als Berlin
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Spanien überholt Deutschland: Madrid erstmals wieder mit kleinerem Haushaltsdefizit als Berlin

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Spanien überholt Deutschland: Madrid erstmals wieder mit kleinerem Haushaltsdefizit als Berlin
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Erstmals seit knapp zwanzig Jahren wird Spanien im kommenden Jahr ein geringeres Haushaltsdefizit aufweisen als Deutschland. Das geht aus aktuellen Prognosen der spanischen Zentralbank hervor. Während Madrid für 2026 ein Defizit von 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwartet, prognostiziert der deutsche Sachverständigenrat für die Bundesrepublik einen Anstieg auf 3,1 Prozent – Tendenz weiter steigend.

Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
FILE - The Spanish flag flies during a memorial for coronavirus (COVID-19) victims in Madrid, Spain, Friday, Oct
Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Die Entwicklung markiert eine überraschende Wende im europäischen Machtgefüge. Noch vor wenigen Jahren galt Spanien als Krisenstaat der Euro-Zone. Heute liegt sein fiskalpolitischer Kurs vor dem einstigen Stabilitätsanker Deutschland. «Die unterschiedlichen fiskalischen Entwicklungen zeigen, wie stark sich die Rangordnung innerhalb der Euro-Zone seit der Schuldenkrise verändert hat», erklärt Karsten Junius, Chefökonom der Privatbank J. Safra Sarasin, der Financial Times.

Der Aufstieg Spaniens beruht auf robustem Wachstum, steigenden Steuereinnahmen – und einer politischen Lähmung. Mangels parlamentarischer Mehrheit regiert Premier Pedro Sánchez mit einem eingefrorenen Haushaltsentwurf aus dem Vorjahr, was neue Ausgabenprogramme bremst. Gleichzeitig erlebt das Land einen beispiellosen Aufschwung: Seit 2022 liegt das vierteljährliche Wachstum im Schnitt bei 3,9 Prozent, das höchste unter den grossen Industrienationen Europas.

Während Spanien Fortschritte meldet, kämpft Deutschland mit einem Investitionsstau. Jahrzehntelang auf Haushaltsdisziplin getrimmt, ringt die Berliner Regierung unter Kanzler Friedrich Merz nun mit den Folgen maroder Infrastruktur. Ein Strategiewechsel hat die Schuldenbremse aufgeweicht und öffnet Spielräume für schuldenfinanzierte Ausgaben in Höhe von bis zu einer Billion Euro – inklusive Sozialleistungen und Steuersenkungen.

Trotz aller Fortschritte bleibt Spaniens Verschuldung mit über 100 Prozent des BIP hoch. Ex-Wirtschaftsminister Miguel Sebastián warnt: «Das reduziert die Handlungsfähigkeit massiv, sollte eine Rezession eintreten.»

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