Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas schliesst eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf siebzig Jahre in dieser Legislaturperiode aus. In der N-TV-Sendung «Pinar Atalay» sagte die SPD-Vorsitzende auf die Frage, ob sie eine Rente mit siebzig ausschliessen könne: «Für diese Legislatur? Ja.» Damit reagiert sie auf Spekulationen, wonach die Rentenkommission eine raschere Erhöhung des Rentenalters prüfen könnte.
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Nach Angaben des Berichts wurde das Thema in den Koalitionsverhandlungen diskutiert, ein konkreter Beschluss sei jedoch «noch in weiter Ferne». Bas betonte, die langfristige Ausgestaltung des Rentensystems bleibe dennoch auf der politischen Agenda.
Statt allein auf ein fixes Lebensalter zu setzen, plädierte die Ministerin für eine breitere Debatte. «Es muss nicht immer an einem Lebensalter festgemacht werden.» Entscheidend sei die Frage, wie langjährig Versicherte zu einer «lebensstandardsichernden Rente» kommen könnten. Auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis ins hohe Alter arbeiten könnten, müssten abgesichert bleiben.
Parallel dazu hatte CDU-Chef Friedrich Merz am Wochenende von einem «Paradigmenwechsel» in der Rentenpolitik gesprochen. Die gesetzliche Rente werde künftig nur noch ein Baustein eines Gesamtversorgungssystems sein, private und betriebliche Vorsorge sollten an Bedeutung gewinnen.