Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will Syrern, die nach dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in ihre Heimat zurückkehren, bis zu 1700 Euro als «Starthilfe» zahlen. Laut Informationen aus einer internen Behördenmitteilung, die dem Magazin Spiegel vorliegt, liegt die Obergrenze für Familien bei 4000 Euro. Hinzu kommen unter Umständen weitere finanzielle Hilfen, etwa für medizinische Leistungen in Syrien, die sich auf maximal 2000 Euro pro Person belaufen können.
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Syrien wurde damit als weiteres Ziel im Rückkehr- und Reintegrationsprogramm Reag/Garp aufgenommen. Anspruchsberechtigt sind Syrerinnen und Syrer, die sich noch im Asylverfahren befinden oder ausreisepflichtig sind. Die Gelder werden teilweise über Nichtregierungsorganisationen ausgezahlt, um direkte Zahlungen ins Bürgerkriegsland zu vermeiden, so der Spiegel.
Die Entscheidung, Syrien wieder in solche Programme aufzunehmen, folgt auf die Bildung einer Übergangsregierung und erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Sicherheitslage. Dies könnte laut Insidern auch den Weg für Abschiebungen ebnen. Seit 2012 war dies aufgrund der Gefährdungslage ausgeschlossen. Das Programm wird von Bund und Ländern finanziert und umfasst unter anderem die Übernahme von Flugkosten.