Springer aus Berlin kauft den Telegraph aus London. Erstaunlich daran ist, dass auf einmal ein Verleger und nicht ein Multimilliardär eine führende Zeitung übernimmt
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Springer aus Berlin kauft den Telegraph aus London. Erstaunlich daran ist, dass auf einmal ein Verleger und nicht ein Multimilliardär eine führende Zeitung übernimmt

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Springer aus Berlin kauft den Telegraph aus London. Erstaunlich daran ist, dass auf einmal ein Verleger und nicht ein Multimilliardär eine führende Zeitung übernimmt
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600 Millionen Franken in cash zahlt der deutsche Springer-Konzern für das britische Traditionsblatt The Daily Telegraph und dessen Sonntagsausgabe Telegraph on Sunday. Der stockkonservative Telegraph gehört zu den renommiertesten Blättern der Welt. Er war stets das Hausorgan der britischen Konservativen und darum auch mit dem Nickname «Torygraph» bedacht.

NEIL HALL / KEYSTONE
Der «Daily Telegraph» in der Auslage eines Geschäfts in London.
NEIL HALL / KEYSTONE

Der Kauf durch den Axel-Springer-Verlag, vorangetrieben von Mitbesitzer und CEO Mathias Döpfner, ist so etwas wie das Glaubensbekenntnis eines traditionellen Verlagshauses für das grosse Zeitungsgeschäft. Wenn zuvor Weltblätter den Besitzer wechselten, waren die Käufer jeweils nicht Verleger, sondern branchenfremde Multimilliardäre. So kaufte Jeff Bezos von Amazon die Washington Post, Marc Benioff von Salesforce das Time Magazine und Patrick Soon-Shiong von Immunity Bio die Los Angeles Times.

Der Telegraph passt hervorragend ins bestehende Springer-Portfolio. Mit Bild, Welt und Politico ist das Haus einer der wenigen Grossverlage, in denen man dezidiert aus einer bürgerlichen Optik argumentiert. CEO Döpfner kündete nach der Übernahme denn an, er wolle aus dem Telegraph «das führende Mitte-rechts-Medienangebot im englischsprachigen Raum» machen. Geplant ist eine schnelle und digitale Expansion in die USA, aber ganz einfach wird das nicht, weil man es dort mit dem konservativen Platzhirsch des Wall Street Journal aufnehmen muss.

Anyhow, der Kauf ist ein Zeichen für die Lebendigkeit der Zeitungsbranche. Die grossen Blätter dieser Welt, anders als es Kulturpessimisten gern behaupten, sind noch lange nicht tot.

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