«Ich habe ehrlich gesagt vorher nicht gewusst, wer er ist»: Das sagt die Kabarettistin Lisa Christ vor der Kamera über den Influencer Joung Gustav, der kürzlich von der Migros aufgrund seiner politischen Meinungsäusserung gecancelt wurde.
So manchem, der auf Instagram auf ihren Videoclip gestossen ist, dürfte es umgekehrt mit Lisa Christ genauso gehen: Wer ist das?
Christian Beutler/Keystone, Screenshot Tiktok
Die ehemalige Schweizer Meisterin im Poetry-Slam tourt derzeit mit ihrem Bühnenprogramm durch die Schweiz. Bei SRF moderierte sie einige Jahre eine Comedy-TV-Sendung. Aktuell gehört sie zum Autorenteam der Satiresendung «Zytlupe» auf Radio SRF.
Christ bezeichnet sich selbst als «feministisch, pointiert und gnadenlos ehrlich». Dazu gehört offenbar auch die Formulierung von haltlosen Anschuldigungen.
Lisa Christ wirft Joung Gustav vor, er verbreite «rechtspopulistische Propaganda» und «Bevölkerungsaustauschtheorien von Neonazis». Die Meinungsfreiheit sei zwar ein Grundrecht. Hier handle es sich aber nicht um eine Meinung, sondern um Rassismus, und der sei strafbar.
Joung Gustav kritisiert in seinem Video auf Tiktok die hohen Kosten des Schweizer Asylwesens und den überdurchschnittlichen Anteil von Migranten an der Kriminalität. Ausserdem verweist er mit Blick auf die Geburtenrate darauf, dass die Schweizer über kurz oder lang zur Minderheit im eigenen Land werden könnten.
@gustavredet mini meinig zu de schwiizer asylpolitik #schweiz
2024 lag die Geburtenrate in der Schweiz auf dem historischen Tiefstand von 1,29 Kindern pro Jahr. Um den Bevölkerungsstand zu halten, wären 2,1 Kinder nötig.
Bei den meisten Migrantengruppen herrscht deutlich mehr Lust an der Fortpflanzung. Das Verhältnis zwischen den Gruppen verschiebt sich daher fraglos zugunsten der Zugezogenen.
Das ist kein Rassismus und auch keine faschistische Austauschtheorie. Das ist relativ einfache Mathematik auf Grundschulstufe.
Vermutlich ist Lisa Christ mit ihren Vorwürfen also selbst näher an einer Straftat als Joung Gustav. Denn ihre Unterstellungen sind nicht nur einfach widerlegbar, sondern wiegen auch schwer.