SRF verharmlost Ametis Schüsse auf Jesus und Maria: «10 vor 10» setzt den Skandal mit einem «Ausrutscher» von SVP-Nationalrat Andreas Glarner gleich
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SRF verharmlost Ametis Schüsse auf Jesus und Maria: «10 vor 10» setzt den Skandal mit einem «Ausrutscher» von SVP-Nationalrat Andreas Glarner gleich

Das Nachrichtenmagazin «10 vor 10» relativierte am Montagabend Sanija Ametis Schüsse auf ein Bildnis von Maria und Jesus. Der SRF-Sender bezeichnete Ametis Schiessübung als eine Provokation, die im politischen Alltag gang und gäbe sei.

Die geschmacklose Selbstdarstellung der Operation-Libero-Chefin wurde gar mit dem verbalen Angriff von SVP-Nationalrat Andreas Glarner auf die Grüne-Nationalrätin Sibel Arslan verglichen.

SRF verharmlost Ametis Schüsse auf Jesus und Maria: «10 vor 10» setzt den Skandal mit einem «Ausrutscher» von SVP-Nationalrat Andreas Glarner gleich

Das Schweizer Fernsehen hat offensichtlich den Kompass verloren.

Ameti hat die Befindlichkeiten und die Sensibilität Tausender Schweizerinnen und Schweizer verletzt, als sie ein Bild der Mutter Gottes und des Jesuskindes als Zielscheibe benutzte, die Aktion auf einem Social-Media-Kanal zur Schau stellte und sich damit brüsten wollte. Auch wenn man dies als spätpubertäres Verhalten einer 32-Jährigen, nach ständiger Aufmerksamkeit gierenden Person abtun kann, auf die leichte Schulter nehmen sollte man es trotzdem nicht. Was Jungpolitikerin Ameti tat, ist beispiellos.

Mit dem «Ausrutscher», den sich Glarner gegenüber Arslan geleistet hat, ist das nicht vergleichbar. Hier ging es um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Politikern. Ameti dagegen hat mit ihren Schiessübungen die Gefühle jener kulturellen Gemeinschaft verletzt, die sie und ihre Familie in der Schweiz aufgenommen, ihr eine Ausbildung und ein sicheres Leben ermöglicht hat.

Das Christentum hat unser Wertesystem geprägt. Niemand verlangt von Ameti, dass sie diese Werte teilen muss. Aber man kann erwarten, ja verlangen, dass sie diese respektiert.

Gerade das Schweizer Fernsehen, an dessen oberster Stelle mit Jean-Michel Cina ein Vertreter jener Partei – der Mitte – sitzt, die sich dieses Wertesystem auf die Fahne geschrieben hat, sollte in ihrer Berichterstattung in diesem Punkt besonders achtsam sein und nicht versuchen, Ametis inakzeptables Verhalten zu relativieren.

Wer sich eine solche Berichterstattung wie «10 vor 10» leistet, darf sich nicht wundern, wenn die Zuschauer irgendwann nicht mehr bereit sind, dafür hohe Fernsehgebühren zu berappen.

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