SRG-Initiative: Nachrichtenportal 20 Minuten legt Fragenkatalog offen, den Susanne Wille nicht beantworten wollte
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

SRG-Initiative: Nachrichtenportal 20 Minuten legt Fragenkatalog offen, den Susanne Wille nicht beantworten wollte

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
SRG-Initiative: Nachrichtenportal 20 Minuten legt Fragenkatalog offen, den Susanne Wille nicht beantworten wollte
SRG-Initiative: Nachrichtenportal 20 Minuten legt Fragenkatalog offen, den Susanne Wille nicht beantworten wollte
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die SRG-Generaldirektorin Susanne Wille hat dem Newsportal 20 Minuten vor der Abstimmung über die SRG-Initiative vom 8. März kein Interview gegeben. Die SRG-Medienstelle begründete dies damit, Interviews müssten sorgfältig ausgewählt werden, da Susanne Wille sehr viele Anfragen erreichten.

20 Minuten hatte nach eigenen Angaben Anfang Jahr sowie im Februar erneut um ein Gespräch ersucht, um den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern «eine fundierte Informationsgrundlage» zu bieten. Auch eine schriftliche Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs lehnte die SRG ab. Erlaubt wurde einzig ein Kurzinterview zu einem vorgegebenen Thema, während die grossen Fragen offenblieben.

Alessandro della Valle/Keystone
SRG-Generaldirektorin Susanne Wille.
Alessandro della Valle/Keystone

Im Zentrum des Fragenkatalogs stehen die finanziellen und programmlichen Folgen der Initiative «200 Franken sind genug», über die am 8. März abgestimmt wird. Gefragt wird etwa, welche Sender, Sendungen und Onlineangebote bei einer Annahme wegfallen würden und wie viele Stellen gestrichen werden müssten. Thematisiert wird auch, ob mit künftig rund 630 Millionen Franken Gebührengeldern plus bis zu 200 Millionen Franken kommerziellen Einnahmen eine verlässliche Grundversorgung weiterhin möglich sei.

Weitere Fragen betreffen die im europäischen Vergleich hohen Rundfunkgebühren, die Rolle der SRG im digitalen Markt, die Konkurrenz zu privaten Medienhäusern sowie den Vorwurf einer Marktverzerrung. Angesprochen werden zudem die rund 150 Social-Media-Kanäle der SRG, die Verwendung von Gebührengeldern für Unterhaltungsformate wie die Doku-Serie «Shaolin Challenge» sowie die Auswirkungen auf Sportübertragungen und die regionale Berichterstattung.

Schliesslich thematisiert der Fragenkatalog den Abstimmungskampf selbst: die finanzielle Unterstützung durch Gegner der Initiative, den öffentlichen Auftritt der SRG auf «Beizentour» und Willes persönliche Vision für den Medienplatz Schweiz im Jahr 2030.

Wille hatte zuvor im Branchenmagazin Persönlich erklärt, sie stelle sich «jedem kritischen Interview». Die Absage gegenüber dem meistgelesenen Onlineportal der Schweiz sorgt deshalb für Kritik. 20 Minuten veröffentlichte stattdessen den Katalog mit zwanzig Fragen an die SRG-Chefin, um das «Bemühen um Transparenz und Ausgewogenheit» der Redaktion offenzulegen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.