SRG-Initiative: Ökonom rechnet vor, warum die «richtige» SRG-Abgabe 225 Franken beträgt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

SRG-Initiative: Ökonom rechnet vor, warum die «richtige» SRG-Abgabe 225 Franken beträgt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
SRG-Initiative: Ökonom rechnet vor, warum die «richtige» SRG-Abgabe 225 Franken beträgt
SRG-Initiative: Ökonom rechnet vor, warum die «richtige» SRG-Abgabe 225 Franken beträgt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Vor der Volksabstimmung am 8. März zur SRG-Initiative «200 Franken sind genug» argumentiert der Ökonom Adriano Lucatelli auf dem Portal Finews, warum die «richtige SRG-Abgabe 225 Franken beträgt». Das entspreche exakt dem inflationsbereinigten Finanzierungsbedarf der SRG auf dem Qualitätsniveau von 1990 – unter Einbezug der heutigen Zahl gebührenpflichtiger Haushalte und der Beiträge juristischer Personen.

Gian Ehrenzeller/Keystone
SRG-Zentrale: Laut Ökonom Lucatelli ist die heutige Abgabe von 365 Franken nicht leistungsbedingt, sondern Folge einer «Monopolrente».
Gian Ehrenzeller/Keystone

«Die SRG war 1990 nicht schlechter als heute», argumentiert Lucatelli. Die aktuelle Haushaltsabgabe von 335 Franken sei nicht etwa Ausdruck gestiegener Leistung, sondern Ergebnis struktureller Faktoren: mehr Haushalte, kleinere Haushaltsgrössen und zusätzliche Einnahmen durch Unternehmen seit 2019. Diese Entwicklung habe eine sogenannte Monopolrente geschaffen, die nicht durch Marktentscheidungen legitimiert sei.

Konkret: 1990 erhielt die SRG inflationsbereinigt 887 Millionen Franken aus Gebühren, schreibt Lucatelli. 2024 waren es 1,29 Milliarden – plus 90 Millionen für private Anbieter. Die Differenz von fast einer halben Milliarde Franken lasse sich nicht mit gestiegenem Bedarf erklären, sondern sei auf das monopolistische Abgabensystem zurückzuführen. In einem freien Markt wären solche Skaleneffekte an Konsumenten oder Eigentümer weitergegeben worden – bei der SRG hingegen flössen sie in Verwaltungs- und Strukturaufbau.

Lucatelli rechnet vor, dass bei rund 3,7 Millionen gebührenpflichtigen Haushalten und unter Berücksichtigung des Beitrags juristischer Personen eine Jahresabgabe von 225 Franken ausreiche. Diese Summe würde sowohl das historische Niveau der SRG-Finanzierung wahren als auch die heutigen Zuwendungen an private Anbieter ermöglichen.

Der Bundesrat hat bereits beschlossen, die Abgabe ab 2029 auf 300 Franken zu senken. Für Lucatelli wäre eine «konsequentere Korrektur vertretbar». «Eine solche Gebühr würde die historisch aufgelaufene Monopolrente weitgehend beseitigen.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.