Die Stadt Moutier gewährt 1114 Ausländern bereits in diesem Jahr das kommunale und kantonale Stimmrecht – und das, obwohl der offizielle Kantonswechsel von Bern zum Jura erst per 1. Januar 2026 vollzogen wird. Stimmberechtigt sind demnach alle ausländischen Einwohner, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz und seit einem Jahr im Kanton Jura leben. Ausgenommen bleiben lediglich Abstimmungen über Verfassungsänderungen.
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Die Betroffenen wurden mit einer Broschüre über ihre neuen politischen Rechte informiert. Zusätzlich findet am 18. August ein Informationsanlass mit einer Vertretung des Kantons Jura statt. Ziel sei es, das politische Interesse der Neuwähler zu fördern.
Bereits am 19. Oktober dürfen die neuen Stimmberechtigten an den kantonalen Wahlen teilnehmen. Sie wählen nicht nur die fünf Mitglieder der Kantonsregierung mit, sondern auch die sieben Vertreter des Bezirks Moutier im jurassischen Parlament. Gleichzeitig stehen zwei kommunale Abstimmungen an: über das Budget 2026 und ein neues Organisationsreglement der Gemeinde.
Die Einführung des Ausländerstimmrechts war eines der Argumente, mit denen Befürworter des Wechsels zum Kanton Jura geworben hatten. Der Kanton Bern kennt ein solches Stimmrecht für Ausländer nicht.