Die deutschen Exporte sind im November so stark eingebrochen wie seit Mai 2024 nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat um 2,5 Prozent auf 128,1 Milliarden Euro. Ökonomen hatten laut Welt mit einer stabilen Entwicklung gerechnet – das Minus kam überraschend.
CHRISTIAN CHARISIUS / KEYSTONE
Vor allem aus den USA und der EU war die Nachfrage nach deutschen Produkten schwach. In die Vereinigten Staaten wurden Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro geliefert, was einen Rückgang von 4,2 Prozent darstellt. Auch in die EU-Staaten gingen 4,2 Prozent weniger Exporte. Einziger Lichtblick: China. Dorthin stiegen die Ausfuhren um 3,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.
Auf der anderen Seite legten die deutschen Importe leicht zu, um 0,8 Prozent auf 115,1 Milliarden Euro. Auch hier hatten Analysten mit weniger gerechnet.
Für die kommenden Monate erwartet die Branche keine Entspannung. «Wir sehen keine Trendwende, sondern bestenfalls eine Atempause», sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Grosshandel, Aussenhandel, Dienstleistungen, der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Rückkehr zur alten Exportstärke sei 2026 nicht zu erwarten.