Im Podcast «Hotel Matze» stellt der Schriftsteller und Philosoph Richard David Precht in Abrede, die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sei rechtsextrem, wie ihre politischen Gegner behaupten.
Weidel vertrete rechte Positionen, aber mit diesen hätte sie sich laut Precht bis in die achtziger Jahre «sehr wohl gefühlt in der CDU». In der Migrationspolitik beispielsweise bewege sie sich nahe an den Parolen, wie sie damals an Stammtischen konservativer Wähler zu hören gewesen seien.
«Das Herz der CDU schlug ähnlich wie das von Alice Weidel heute», so Precht weiter.
Es gebe vereinzelte Unterschiede, vor allem in der Aussenpolitik. Aber innenpolitisch seien Weidels Positionen «ganz nah dran» an der einstigen CDU.
Sichtbar sei dies nur nicht mehr, weil sich die Partei in den letzten Jahren Richtung Mitte und nach links bewegt habe.