Sterben wird zum Luxus: Im Tessin können sich immer mehr Verstorbene keine Bestattung leisten. Statt der Verwandten müssen die Gemeinden einspringen
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Sterben wird zum Luxus: Im Tessin können sich immer mehr Verstorbene keine Bestattung leisten. Statt der Verwandten müssen die Gemeinden einspringen

Sterben ist nicht billig, eine Bestattung kostet schnell einmal ein paar Tausend Franken. Das können sich aber im Tessin immer weniger Leute leisten. Die Tessiner Zeitung Corriere del Ticino berichtete jedenfalls in den letzten Tagen, dass in den Tessiner Grossagglomerationen Lugano, Locarno, Mendrisio und so weiter die Gemeinde die Rechnungen von Bestattungsfirmen übernehmen müssten.

© KEYSTONE / PABLO GIANINAZZI
Der Chefkoch Pietro Leemann ist der erste Koch, der fuer ein vegetarisches Restaurant, das Joia in Mailand, einen Michelin-Stern erhalten hat
© KEYSTONE / PABLO GIANINAZZI

Der Grund: Entweder haben die Verstorbenen keine Familien mehr, welche ihre Beisetzung organisieren und bezahlen wollen, oder weil die Verwandten die Erbschaft einfach ausschlagen, um für die Beerdigung nicht aufkommen zu müssen.

Die Tendenz ist steigend. Laut Corriere del Ticino kommt es auch immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Bestattungsunternehmen und Gemeinden, welche die Kosten nicht übernehmen wollen.

Kurzum: Das ist eine himmeltraurige Entwicklung, die uns allen zu denken geben müsste.

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