Ein französischer Frachter hat als erstes europäisches Schiff seit Beginn des Iran-Konflikts die Strasse von Hormus passiert. Die Datenfirma Windward teilte mit, in den vergangenen Tagen sei die Zahl der Durchfahrten trotz faktischer Blockade gestiegen, berichtet die Zeit.
Demnach fuhren am Mittwoch 16 Schiffe durch die Meerenge am Persischen Golf, nachdem es am Vortag elf gewesen waren. Die Zahl der Passagen nahm damit drei Tage in Folge zu. Die meisten Schiffe nutzten einen schmalen Korridor nahe der iranischen Küste entlang der Insel Larak. Dieser ermögliche es Teheran, eine «berechtigungsbasierte, selektive Blockade» aufrechtzuerhalten, so das Unternehmen.
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Unter den Schiffen befand sich auch ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff übermittelte laut Tracking-Daten nicht sein Ziel, sondern die Botschaft «französischer Eigentümer». Es gilt als erstes bekanntes europäisches Handelsschiff, das seit Ausbruch der Kampfhandlungen die Passage gewagt hat.
Zusätzlich passierte laut einem Bericht von Bloomberg auch der LNG-Tanker «Sohar» die Meerenge, allerdings ohne Ladung. Die Route durch die Strasse von Hormus bleibt damit eingeschränkt, aber nicht vollständig unterbrochen.