Die USA haben nahe der Strasse von Hormus iranische Raketenstellungen mit bunkerbrechenden 2,3-Tonnen-Bomben angegriffen. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) teilte mit, «mehrere» Bomben vom Typ GBU-72 seien «erfolgreich eingesetzt» worden.
Ziel der Angriffe waren laut US-Militär stark geschützte Anlagen mit Marschflugkörpern, die eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der strategisch zentralen Meerenge darstellten. Die eingesetzte Spezialmunition ist darauf ausgelegt, selbst tief liegende Bunker und stahlverstärkte Betonstellungen zu durchdringen.
AP2009
Die Strasse von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Flüssiggas weltweit. Entsprechend gross ist die wirtschaftliche Bedeutung der Region. Seit Beginn der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran ist der Schiffsverkehr dort laut Berichten praktisch zum Erliegen gekommen.
Teheran hatte wiederholt damit gedroht, Schiffe in der Meerenge anzugreifen. Die US-Angriffe sind vor diesem Hintergrund auch als Versuch zu verstehen, die Kontrolle über die Passage zu sichern und mögliche Angriffe auf Handelsschiffe zu verhindern.
Die militärische Eskalation erfolgt in einer Phase zunehmender Spannungen in der Region. Beobachter sehen in dem Einsatz schwerer bunkerbrechender Bomben ein deutliches Signal Washingtons, gegen iranische Infrastruktur auch mit hoher Intensität vorzugehen.