Streit um russisches Vermögen: Euroclear-Chefin droht mit Klage, falls EU eingefrorene Gelder beschlagnahmt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Streit um russisches Vermögen: Euroclear-Chefin droht mit Klage, falls EU eingefrorene Gelder beschlagnahmt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Streit um russisches Vermögen: Euroclear-Chefin droht mit Klage, falls EU eingefrorene Gelder beschlagnahmt
Streit um russisches Vermögen: Euroclear-Chefin droht mit Klage, falls EU eingefrorene Gelder beschlagnahmt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Euroclear, die zentrale belgische Verwahrstelle für Finanzvermögen, warnt vor rechtlichen Schritten gegen die EU, sollte diese die rund 200 Milliarden Euro eingefrorener russischer Zentralbank-Gelder beschlagnahmen. Eine solche Massnahme sei unter internationalem Recht illegal, betont CEO Valérie Urbain in einem Interview mit der Zeitung Le Monde.

Screenshot Youtbe/
Euroclear
Streit um russisches Vermögen: Euroclear-Chefin droht mit Klage, falls EU eingefrorene Gelder beschlagnahmt
Screenshot Youtbe/ Euroclear

Für einen Zugriff müsste laut Urbain zunächst ein Gesetz erlassen oder ein offizieller Beschluss der EU-Kommission getroffen und von Belgien bestätigt werden. Sollte Brüssel dennoch handeln, sei Euroclear bereit, den Rechtsweg zu beschreiten. Bereits seit 2022 habe man die eigene Rechtsabteilung massiv ausgebaut – von 10 auf fast 200 Juristen.

Im Raum steht derzeit ein Finanzierungsmodell, bei dem Zinsgewinne aus den eingefrorenen Geldern zur Rückzahlung eines 50-Milliarden-Dollar-Kredits an die Ukraine verwendet werden sollen. Ein weitergehender Vorschlag der EU-Kommission sieht sogar einen Reparationskredit über bis zu 130 Milliarden Euro vor. Die Entscheidung darüber wird beim EU-Gipfel im Dezember erwartet.

Kritik übt Euroclear auch an der Kommunikation: Urbain habe erst durch einen Gastbeitrag von Kanzler Friedrich Merz in der Financial Times von dem Vorhaben erfahren – obwohl Euroclear als Depotbank selbst die betroffenen Vermögenswerte verwaltet. Moskau reagierte unterdessen mit scharfer Warnung: Der russische Botschafter in Belgien bezeichnete eine mögliche Beschlagnahme als Bruch internationalen Rechts und kündigte «ernste Konsequenzen» an.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.