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Eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt: Deutschlands Energiewende ist zu teuer. Würden die Pläne effizienter gestaltet, könnten bis 2035 mehr als 300 Milliarden Euro eingespart werden – ohne Klimaziele zu gefährden, berichtet die Bild-Zeitung.
Laut Analyse sind die Strompreise hierzulande bis zu 2,5-mal höher als bei internationalen Wettbewerbern, Gas für die Industrie sogar fünfmal so teuer wie in den USA. Ein Hauptproblem: überdimensionierte Investitionen in erneuerbare Energien, Stromnetze und Wasserstoff, die weit über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen.
Die Studienautoren fordern eine Kurskorrektur: weniger unnötige Infrastrukturprojekte, gezieltere Förderungen und günstigere Lösungen für den Netzausbau. Gelingt das, könnten Strompreise für Verbraucher und Unternehmen um rund 20 Prozent sinken. Die Politik müsse jedoch schnell handeln, um die Einsparungen zu realisieren.