Sie haben ihn wieder: Donald Trump, den «Boxsack», auf den jeder Journalisten-Spargel eindreschen kann nach Belieben, ohne Widerspruch.
Wie befreiend! Nach den langen Biden-Jahren, als man sich von jeglicher Kritik am Präsidenten fernhielt. Schliesslich war «Papa Joe» der «gute» Präsident, der den linken Mainstream vertrat.
Bidens offensichtlicher geistiger Zerfall wurde aggressiv ausgeblendet, wo und wann immer man konnte.
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Nun, da er weg ist und die Demokraten sich im Tal der Tränen aufreiben, hat die Stunde der Wendehälse und Besserwisser geschlagen.
Eine Reihe von Büchern «enthüllt», wie schlimm es um Biden wirklich stand.
Gross Kasse machen will Jake Tapper, Galionsfigur bei CNN. Jenem Sender, der in Europa immer noch als verlässliche Stimme Amerikas angeschaut wird.
Tappers Buch trägt den Titel eines spektakulären Enthüllungs-Thrillers: «Ursünde: Präsident Bidens Niedergang, seine Vertuschung und seine katastrophale Entscheidung, wieder zu kandidieren».
Um das Publikum zu ködern, verspricht Tapper «eine schonungslose und explosive Abrechnung mit […] Joe Bidens Kandidatur zur Wiederwahl trotz der Beweise für seinen ernsthaften Niedergang».
«Wunderbar!», ist man versucht zu sagen. Triefe aus dem Buch nicht knüppeldick Heuchelei.
Der CNN-Anchor höchstpersönlich figurierte als Wächter und Apologet des geistesschwachen Biden, wie die New York Post in Erinnerung ruft: Als Lara Trump 2020 in einem Interview auf Bidens offensichtliche kognitive Verlangsamung hinwies, fuhr ihr Tapper ins Wort: «Sie haben absolut kein Recht, bei jemandem einen kognitiven Zerfall zu diagnostizieren», schnauzte er. Sie mache sich über Bidens Stottern lustig, warf er ihr vor.
Und als Anfang Juni 2024 das Wall Street Journal, basierend auf Insider-Berichten, den Zerfall des Präsidenten schilderte, zitierte Tapper den Pressesprecher des Weissen Hauses. Der Artikel sei ein «kompletter und völliger redaktioneller Fehlschlag», bei dem «man sich fragen muss, von wem [das Journal] Befehle erhält».
Wenige Tage später fiel Biden in der TV-Debatte gegen Trump vor der ganzen Welt komplett von der Rolle.
Nun also spielt sich Tapper als Enthüller der «Wahrheit» auf. Und bezeichnet Bidens Waterloo im Fernsehduell als «schockierenden und verstörenden» Wendepunkt.
Für wie blöd hält der Topmoderator eigentlich sein Publikum?
Die Welt war seit Jahren Zeuge, wie schlimm es um Biden stand. Wie er über Treppen stolperte, vom Fahrrad fiel, von der Bühne irrte, wie er in Reden bizarres, unsinniges Gebrabbel absonderte und sich – und Amerika – vor ausländischen Staatsoberhäuptern lächerlich machte.
Bereits 2017 erzählte Biden Geschichten über Kinder, die seine haarigen Beine streichelten. Längst war er dafür berüchtigt, dass er bei Frauen jegliche Zurückhaltung verlor, dass er an den Haaren kleiner Mädchen schnupperte und so den Übernamen «Creepy Uncle Joe» verpasst bekam.
Nicht nur Puppenspieler im Weissen Haus, auch Strippenzieher in Medienhäusern haben die amerikanische Bevölkerung – ja die ganze Welt – während Jahren hinters Licht geführt.
Gemeinsam haben sie einen kranken und unzurechnungsfähigen Präsidenten künstlich im Oval Office an der Macht gehalten.
Mit verheerenden Folgen wie einer komplett entgleisten Grenzpolitik und aufflammenden Kriegen auf der Welt.
Das Buch über den Zerfall von Präsident Joe Biden und die beispiellose Vertuschungsmission muss geschrieben werden. Tapper und seine Weisswaschkumpanen müssen Thema dieser Untersuchung sein. Als «Enthüller» haben sie jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.