Sturzgeburt der Unberechenbarkeit: Herbert Kremps Vermächtnis ist eine fulminante Geschichte der Anfänge des Zweiten Weltkriegs. Ohne rückwärtsgewandte Prophetie erzählt er von der Entstehung der Katastrophe
Herbert Kremp: Morgen Grauen. Von den Anfängen des Zweiten Weltkriegs. Edition Olzog im Lau-Verlag. 712 S., Fr. 52.90
Bis zuletzt arbeitete der 91-jährige Herbert Kremp an diesem im vergangenen Jahr posthum erschienenen Buch. Als Zeitgenosse wollte er wissen, wie es zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs kommen konnte. Lebenslang hat er Stimmen und Zeitstimmungen zusammengetragen, um den wahren Kausalitäten eines Geschehens auf die Spur zu kommen, das auch in sein eigenes Leben unmittelbar hineinwirkte. Der britische Premierminister Winston Churchill (1874-1965), besichtig eine Infantriestellung im Norden Englands ...