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Die Weltwoche

Suche nach einer Antwort auf Trump: Pharmafirmen stehen plötzlich im öffentlichen Scheinwerferlicht

Es scheint, dass der amerikanische Präsident Donald Trump die Schweiz einspannen will, um die Gesundheitskosten in den USA zu senken. «Donald Trumps Zollhammer: Die Schweiz blutet für Roche, Novartis und Co.» schreibt Kollege Oliver Stock auf Weltwoche Digital, mit dem Hinweis darauf, dass 60 Prozent der Schweizer Exporte in die USA und damit ein grosser Teil des Aussenhandelserfolgs aufs Konto Chemie/Pharma gehen.

AARON SCHWARTZ / POOL / KEYSTONE
epa12278124 US President Donald Trump speaks to the media before walking to Marine One as he leaves the White House, in Washington, DC, USA, 01 August 2025
AARON SCHWARTZ / POOL / KEYSTONE

Es sieht also ganz nach Kollektivstrafe aus, wenn jetzt Trump zum grossen Doppelschlag ausholt mit den 39-Prozent-Zöllen gegen die breite Schweizer Wirtschaft und parallel dazu mit dem den Befehl an die Pharmafirmen, ihre Medikamentenpreise in den USA, dem Markt mit den weltweit höchsten Preisen, radikal zu senken.

Das kann den Gedanken nahelegen, für die Schweiz nach einem Deal zu suchen gemäss dem Muster: Pharma senkt Preise, dafür niedrigere Zölle für die andern Schweizer Exporteure.

So etwas würde ein koordiniertes Vorgehen der Schweizer Wirtschaft und Politik erzwingen, eine staatlich organisierte Aktion, die schlecht zu einer liberalen Ordnung passt, in der die Unternehmen selbständig handeln und in der Leistung honoriert wird.

Andere Vorkehrungen, die in der Schweiz jetzt diskutiert werden, würden ebenfalls kollektive Aktionen bedeuten, etwa Kurzarbeit für die betroffenen Firmen oder die Schwächung des Frankens zulasten der Konsumenten – wie dies bei der Euro-Kurs-Untergrenze einschneidend war.

Eine grosse Pharma-Discountaktion wäre ein weiteres Beispiel dafür, dass Trump Zollandrohungen als Mittel einsetzt, weniger der Zölle wegen als vielmehr, um andere Ziele zu erreichen. Die staatlichen US-Gesundheitsversicherungen Medicaid (für Bedürftige) und Medicare (für die Älteren) haben beide ihre Ausgaben in den vergangenen zwanzig Jahren verdreifacht auf je etwa eine Billion Dollar.

Trump greift die eingespielte Preisgeografie der Pharmafirmen an, die ihre Medikamente in vielen Ländern wegen sozialpolitischer Regulierungen zu niedrigeren Preisen verkaufen und dies in Hochpreisländern wie der Schweiz oder vor allem den USA kompensieren. Trumps Preisbefehle zielen auf eine neue Kostenverteilung ab, in der Europa mehr bezahlen soll. Tönt bekannt.

Die Pharmafirmen haben ihre Preispolitik bisher in Eigenregie optimiert, nach dem Zollhammer stehen sie nun plötzlich im öffentlichen Scheinwerferlicht.

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