Schon lange glüht das Problem in grenznahen Badeanstalten, diesen Sommer explodiert es: Meist junge Männer aus Frankreich mit nordafrikanischem Hintergrund pöbeln, belästigen, grabschen in Schweizer Badis in einem Ausmass, das nicht mehr schönzureden ist.
Die jurassische Gemeinde Pruntrut hat auf dieses Problem reagiert und lässt nur noch Schweizer oder Personen mit gültigen Aufenthaltspapieren in das Freibad. Der Entscheid sorgte weltweit für Aufsehen – und für neue Rekordbesucherzahler. Niemand mag es, behelligt zu werden, schon gar nicht in einem Schwimmbad.
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SVP-Nationalrat Lars «Guggi» Guggisberg findet nun deutliche Worte für die Unruhestifter. Wer aus einem anderen Land in die Schweiz komme, nur um hier die öffentliche Ruhe zu stören, zu pöbeln, die Leute zu belästigen, junge Frauen zu begrapschen, dann handle es sich um «Gesindel», sagt er im «Sonntalk».
Nun kann man etymologische Proseminare durchführen zu diesem G-Wort von «Guggi». Ist es zu hart, zu lieb, darf man das sagen? Fakt ist: Der SVP-Nationalrat sagt, was alle Schweizer denken. Alle? SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen reagiert in der Sendung ganz entsetzt über die Wortwahl von Guggisberg.
Ausgerechnet eine Vertreterin der SP, deren Präsident zum demokratisch gewählten US-Präsidenten «Fuck you!» sagt, heult plötzlich auf, wenn man potenzielle Sexualstraftäter als «Gesindel» bezeichnet. In der Tat: bezeichnend.