Restaurants, Cafés und Hotels im Kanton Genf müssen künftig Bargeld akzeptieren. Der Grosse Rat hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen und damit schweizweit Neuland betreten. Der Vorstoss stammt von der SVP-Parlamentarierin Virna Conti, die sich darüber beklagt hatte, dass man selbst im Fussballstadion nur noch mit Karte bezahlen könne, berichtet das Nachrichtenportal Keystone-SDA.
© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Conti argumentierte, Barzahlungen seien für kleine Betriebe günstiger, da sie im Gegensatz zu Kartenzahlungen keine Transaktionsgebühren verursachten. Unterstützung erhielt sie ausgerechnet von den Grünen, die auf die Wettbewerbsverzerrung durch unterschiedliche Gebührenmodelle hinwiesen. Auch die SP sprach sich für die Wahlfreiheit der Konsumenten aus – nicht zuletzt mit Blick auf ältere Menschen ohne Kreditkarte.
Vergeblich stemmten sich FDP, Mitte und die Genfer Regierung gegen die neue Regelung. Sie erinnerten daran, dass Betriebe, die kein Bargeld annehmen, dies gut sichtbar kennzeichnen müssten.