Das beste Olympia-Ergebnis der Schweizer Langläuferinnen stammt aus dem Jahre 2002. In Salt Lake City gewannen die Damen damals in der Staffel Bronze. Und jetzt das: Nach einem sensationellen Finish von Nadine Fähndrich, sie übernimmt von Nadja Kälin beim letzten Wechsel als Fünfte, fehlen am Schluss auf die favorisierten Schwedinnen nach gut zwanzig Minuten nur 1,4 Sekunden zu Gold. Beide Schweizerinnen laufen mit aufgemaltem Schweizerkreuz auf den Wangen. Seit den ersten Spielen 1924 in Chamonix waren Schweizer Langläuferinnen noch nie so schnell.
Jean-Christophe Bott/Keystone
Die dreissigjährige Fähndrich aus Eigenthal LU am Pilatus sagt auf SRF: «Ich denke, das sind meine letzten Olympischen Spiele – umso schöner, dass es mit der Medaille im letzten Rennen geklappt hat.» Vom Experten Dario Cologna, vierfacher Goldmedaillen-Gewinner an Olympia, gibt’s ein Riesenkompliment obendrauf: «Was Fähndrich gezeigt hat, war Weltklasse!»
Und im Slalom liefert Weltmeisterin Camille Rast: Die Walliserin startet im zweiten Lauf zur Aufholjagd. Nur: Gegen die überragende US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat sie keine Chance. Sie verliert 1,50 Sekunden. Rast sagt: «Ich bin wirklich zufrieden. Leider war ich im ersten Lauf nicht schnell genug.»
Bitter: Wendy Holdener verpasst das Podest um 0,22 Sekunden und wird Vierte. Die Schwyzerin sagt im TV-Interview, den Tränen nahe: «Ich hatte grosse Ziele, umso bitterer ist ein vierter Rang.»
Strahlen durfte dafür die jüngere Schwester von Slalom-Olympiasieger Loïc Meillard: Mélanie fährt auf Rang sieben.