Telefonterror und Überstunden im EDA: Was die Gaza-Flottille den Schweizer Steuerzahler kostet
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Telefonterror und Überstunden im EDA: Was die Gaza-Flottille den Schweizer Steuerzahler kostet

Die Schweizer Segler, die auf ihrem Weg nach Gaza von israelischen Streitkräften abgefangen und dann ausgeschafft worden sind, sind gar nicht zufrieden mit der offiziellen Schweiz. Sie fühlen sich vom Aussendepartement EDA im Stich gelassen und loben sogar Erdogans Türkei.

Dessen Behörden haben – im Gegensatz zur Schweiz – Teile der Rückschaffungskosten übernommen. Wenn es gegen Israel und Juden geht, sind die Linken sogar bereit, über Erdogans Kurdenpolitik hinwegzusehen. Warum sind sie überhaupt in die Schweiz zurückgekehrt, wenn diese so «kleinlich», «unanständig» und «unverantwortlich» ist, wie die Schweizer Pali-Piraten auf ihren Kanälen herumjammern?

© KEYSTONE / PIERRE ALBOUY
L’arrivee de 9 ressortissants suisses ayant participe a la flottille humanitaire pour Gaza « Global Sumud Flotilla » , ce dimanche 5 octobre 2025, a l’aeroport de Geneve
© KEYSTONE / PIERRE ALBOUY

Zurück in der «ehrenlosen» Schweiz fordern sie nun, dass der Bund – und somit der Steuerzahler, der seiner Arbeit nachgegangen ist, während die «Aktivisten» übers Mittelmeer getuckert sind – für die Kosten aufkommen, die sie mit ihrer Aktion selbst verursacht haben. Allein die administrative und konsularische Betreuung des Segelausflugs hat im EDA einen zeitlichen Arbeitsaufwand von rund 600 Stunden verursacht.

Das entspricht – konservativ mit dem Durchschnittslohn der Bundesverwaltung geschätzt – rund 36.000 Franken, in nur knapp einer Woche. Nicht miteingerechnet sind Schulungen mit Psychologen, welche die EDA-Mitarbeiter auf solche Situationen vorbereiten. «Mitarbeitende der EDA-Helpline wurden von anrufenden Personen im Zusammenhang mit der Gaza-Flotilla beleidigt oder gar bedroht», schreibt das EDA.

Der Telefonterror sowie eine Flut von selbstgenerierten Mails haben dazu geführt, dass der 24-Stunden-Betrieb der Helpline beeinträchtig wurde. Dadurch wurden nicht nur EDA-Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen. Alle Schweizer Bürger im Ausland wurden gefährdet. Das EDA schreibt: «Es bestand das Risiko, dass eingehende E-Mails oder Anrufe von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern in Not nur verzögert beantwortet werden konnten.»

Linke Politiker und NGOs haben in den letzten Tagen dazu aufgerufen, den Druck auf den Bundesrat zu erhöhen. Bundesrat Ignazio Cassis und dessen Aussendepartement EDA sind längst zur Zielscheibe der hiesigen Hamas-Versteher geworden. Der FDP-Bundesrat wurde in Bellinzona von pro-palästinensischen Gewalttätern angegriffen. Zuvor hatte SP-Ständerat Carlo Sommaruga den Aussenminister wegen der neutralen Zurückhaltung im Gaza-Krieg als «Collabo» und somit als Nazi und Landesverräter bezeichnet.

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