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Das Staatssekretariat für Migration (SEM) überprüft ein geplantes Asylpilotprojekt im Tessin nach einer Aussprache mit kantonalen Behörden. Dies teilte das SEM mit.
Vorgesehen war, im Bundesasylzentrum Pasture TI auffällige Asylsuchende versuchsweise separat unterzubringen. Der Start des Projekts war für den Sommer 2026 geplant.
Die Tessiner Regierung sowie betroffene Gemeinden hatten das Vorhaben im Vorfeld scharf kritisiert. Die Situation sei dem SEM seit längerem bekannt, dennoch würden die Gemeinden mit den Herausforderungen allein gelassen, hiess es. Mit dem Pilotprojekt werde ein Weg eingeschlagen, der die Gemeinden zusätzlich belaste.
Der Vorsteher des Tessiner Justiz- und Polizeidepartements, Norman Gobbi, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer «einseitigen Entscheidung» des SEM. Das Staatssekretariat habe die kantonalen und kommunalen Behörden lediglich informiert, ohne sie einzubeziehen.
Nach der Aussprache soll das Projekt nun überprüft werden.