Der Senat von Texas hat ein Gesetz verabschiedet, das Solar- und Windkraftbetreiber verpflichtet, künftig Reservekapazitäten bereitzustellen – auch nachts, wenn Solaranlagen naturgemäss keinen Strom produzieren. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass erneuerbare Energien durch Backup-Leistung aus Kohle- oder Gaskraftwerken abgesichert werden müssen, auch für bestehende Anlagen.
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Befürworter wie die konservative Texas Public Policy Foundation argumentieren, das Gesetz sei notwendig, um die Volatilität von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen. Die Wirtschaft warnt dagegen vor höheren Strompreisen und Versorgungsrisiken. Laut einer Studie der Texas Association of Business könnten die neuen Anforderungen jährlich 5,2 Milliarden US-Dollar kosten und Verbraucher mit rund 225 Dollar zusätzlich belasten.
Zudem drohen laut der Studie bei extremer Hitze oder Winterstürmen häufiger Stromausfälle. Kritiker sehen in dem Vorhaben ein Hindernis für den Ausbau erneuerbarer Energien, der bislang den Grossteil neuer Stromkapazitäten in Texas stellt. Die Entscheidung liegt nun beim texanischen Repräsentantenhaus.