Tiefe Asylchancen – und viele Straftaten: Kantone reagieren auf hohen Kriminalitätsanteil bei Nordafrikanern
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Tiefe Asylchancen – und viele Straftaten: Kantone reagieren auf hohen Kriminalitätsanteil bei Nordafrikanern

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Tiefe Asylchancen – und viele Straftaten: Kantone reagieren auf hohen Kriminalitätsanteil bei Nordafrikanern
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Die Schweiz verzeichnet eine sehr tiefe Asylanerkennungsquote für Gesuche aus Nordafrika und gleichzeitig einen hohen Kriminalitätsanteil bei dieser Gruppe. Laut Staatssekretariat für Migration (SEM) erhielten 2024 nur 0,3 Prozent der Asylsuchenden aus Algerien Schutz, bei Marokko waren es 0,7 Prozent und bei Tunesien 2,5 Prozent. Dies berichtet die NZZ.

© KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
Asylsuchende im Ankunfts- und Registrierungszentrum im Bahnhof Chiasso (Symbolbild)
© KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI

Eine Studie des Beratungsbüros Ecoplan zeigt zudem, dass knapp 60 Prozent der nordafrikanischen Asylsuchenden innerhalb kurzer Zeit einer Straftat beschuldigt werden. Es handelt sich überwiegend um junge Männer aus Algerien, Marokko und Tunesien, die oft ohne Ausweispapiere einreisen. Mehrere Kantone melden steigende Fallzahlen und reagieren mit verstärkten Massnahmen.

Im Kanton Thurgau stiegen Diebstähle aus Autos um 242 Prozent, wobei die Hälfte der aufgeklärten Fälle Personen aus dem nordafrikanischen Asylbereich zugeschrieben wird. Im Aargau wurden drei Viertel der sogenannten Fälleler-Delikte Männern aus dem Maghreb zugeordnet. Auch Zürich, Solothurn und St. Gallen berichten von einer hohen Belastung durch entsprechende Delikte.

Die Staatsanwaltschaft St. Gallen erliess 1765 Strafbefehle gegen diese Personengruppe. Polizeisprecher Florian Schneider sagt: «Manche Intensivtäter sahen wir dreimal an einem einzigen Tag». Die Behörden setzen verstärkt auf schnellere Verfahren, engere Koordination und mehr Polizeipräsenz. Ziel sei es, Strafbefehle innert 48 Stunden zu erlassen.

Der Bund hat laut SEM Taskforces eingerichtet und beschleunigt Verfahren sowie Rückführungen. Parallel laufen Gespräche mit Herkunftsstaaten. Eine erste Bilanz der Massnahmen wird in den kommenden Monaten erwartet.

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