Tötung Chameneis: Eine gute Nachricht – und im Interesse des Westens. Der Glaube an universelle Massstäbe ist illusorisch
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Tötung Chameneis: Eine gute Nachricht – und im Interesse des Westens. Der Glaube an universelle Massstäbe ist illusorisch

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In Bullerbü hätte die Eliminierung von Ajatollah Ali Chamenei grosse Empörung hervorgerufen. Denn in Bullerbü glaubt man an eine universale Ethik. Oder an das Völkerrecht. Und natürlich glaubt man daran, dass überall auf der Welt die gleichen Massstäbe gelten: Was dem einen Land untersagt ist, darf dem anderen nicht erlaubt sein.

Office of the Iranian Supreme Leader via AP, File.Ali Khamenei
Ajatollah Ali Chamenei wurde am Wochenende getötet.
Office of the Iranian Supreme Leader via AP, File.Ali Khamenei

Aber – Achtung, grosse Einsicht – wir leben nicht in Bullerbü, sondern in der Realität. Und in der Realität gibt es keine Moral, sondern Interessen. Im Interesse der USA, Israels und auch Europas ist es, das theokratische System in Teheran zu Fall zu bringen oder zumindest nachhaltig zu schwächen. Dieses Ziel wurde mit der Eliminierung Chameneis und anderer hochkarätiger Führungspersönlichkeiten des Iran erreicht.

Aber gibt es nicht das Völkerrecht? Oder Den Haag? Nein, nicht wirklich. Sehr viel einfacher ist es, Leute wie Chamenei und Konsorten einfach direkt vom Spielfeld zu nehmen. Die Welt wird dadurch ein besserer Ort. Schade um diese Leute ist es ohnehin nicht. Die Falschen trifft es auch nicht. Und im Iran wird jetzt ein Machtkampf beginnen, der im besten Fall der Anfang vom Ende eines Regimes ist, das schon viel zu lang seine Nachbarn und das eigene Volk mit Terror überzieht.

Aber – werden jetzt die Neunmalklugen einwenden – wird hier nicht auf heuchlerische Weise mit zweierlei Mass gemessen? Die Antwort lautet: Ja natürlich, was denn sonst? Sollen wir etwa mit dem Mass der Mullahs messen? Oder uns «neutral» geben, so, als stünden uns die Mullahs ähnlich nah wie die USA und Israel? Nein, das wäre nur lächerlich. Oder geistige Wohlstandverwahrlosung.

Die sich nun gouvernantenhaft über die Verlogenheit der USA und des Westens echauffieren, sind im Grunde nichts anderes als die Greta Thunbergs der Aussenpolitik: Es soll nichts anders gelten als die reine Lehre und die absolute Moral. Doch so ist die Welt nicht. Der Angriff auf den Iran verspricht in eine seit über vierzig Jahren verfahrene Situation Bewegung zu bringen. Und zwar im Sinne des Westens und aller freiheitsliebenden Iraner. Das ist Rechtfertigung genug.

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