Tokios «Eiserne Lady»: Konservative Sanae Takaichi könnte bald Japans erste Premierministerin werden
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Tokios «Eiserne Lady»: Konservative Sanae Takaichi könnte bald Japans erste Premierministerin werden

Sanae Takaichi ist neue Vorsitzende der regierenden Liberaldemokratischen Partei Japans (LDP) – und steht damit vor dem Sprung an die Staatsspitze. Die 64-Jährige wäre die erste Frau in der Geschichte des Landes, die das Amt des Premierministers übernimmt. Ihre Wahl gilt als Signal für einen Richtungswechsel hin zu klar konservativen Positionen.

JIJI PRESS / KEYSTONE
epa12444590 Ruling Liberal Democratic Party's new leader Sanae Takaichi meets the press after her meeting with Tetsuo Saito, Chief Representative of the Komeito party, at the LDP headquarters in Tokyo, Japan, 10 October 2025
JIJI PRESS / KEYSTONE

Takaichi ist eine prominente Vertreterin des nationalen Flügels der LDP und enge Vertraute des verstorbenen Ex-Premiers Shinzo Abe. Politisch zeigt sie klare Kante: Als Mitglied der nationalistischen Lobbygruppe «Nippon Kaigi» setzt sie sich für eine Revision der pazifistischen Verfassung ein, fordert höhere Militärausgaben und steht für eine patriotische Erziehung ein. In Tokio wird sie laut CNN bereits als «japanische Thatcher» gehandelt – eine Selbsteinschätzung, die Takaichi teilt.

Ihre Haltung in geopolitischen Fragen könnte für Spannungen sorgen. Takaichi gilt als China-kritisch und betont regelmässig die Bedeutung einer engen Allianz mit den USA. In Japan selbst spaltet sie: Für die einen steht Takaichi für frischen Wind in einer männerdominierten Politik – für andere ist sie zu sehr Symbol eines konservativen Rückzugs. Ob sie eine Mehrheit im Parlament findet, ist noch offen. Der bisherige Koalitionspartner Komeito hat bereits signalisiert, nicht mit ihr regieren zu wollen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.