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Papst Leo XIV. hat nach den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran eine Rückkehr zur Diplomatie gefordert. Zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan sprach das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken von einer «Tragödie von enormem Ausmass».
«Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog», sagte der Papst vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz.
Er mahnte alle Beteiligten, «moralische Verantwortung» zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, «bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird». Zum Abschluss erklärte Leo XIV.: «Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden.»