«Trainsurfing»: Junge Männer sterben vermehrt auf Zugdächern. Beim gefährlichen Trend geht es um «Likes und Klicks»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Trainsurfing»: Junge Männer sterben vermehrt auf Zugdächern. Beim gefährlichen Trend geht es um «Likes und Klicks»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
«Trainsurfing»: Junge Männer sterben vermehrt auf Zugdächern. Beim gefährlichen Trend geht es um «Likes und Klicks»
«Trainsurfing»: Junge Männer sterben vermehrt auf Zugdächern. Beim gefährlichen Trend geht es um «Likes und Klicks»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Seit Jahresbeginn sind in der Schweiz drei junge Menschen beim sogenannten Trainsurfing ums Leben gekommen, ein weiterer 17-Jähriger wurde schwer verletzt. Dies zeigen mehrere Polizeimeldungen. Zuletzt erlitt ein Jugendlicher im luzernischen Mosen einen Stromschlag auf dem Dach eines Zuges. Bereits im Januar starben ein 14-Jähriger in Langenthal BE und ein 17-Jähriger in Zofingen AG. Im Februar kam ein 18-Jähriger in Beinwil am See ums Leben.

Claudio Thoma/Keystone
Ein Zug fährt auf dem Gleisfeld vor dem Zürcher Hauptbahnhof.
Claudio Thoma/Keystone

Szenekenner sprechen von einem Wiederaufleben des Trends. «Heute geht es beim Trainsurfing nur noch um Likes und Klicks», sagt der Hamburger Fotograf Yann Kanngiesser dem Tages-Anzeiger. Viele suchten den Adrenalinkick und filmten ihre Aktionen für soziale Medien.

Laut Bundesamt für Verkehr sind in den vergangenen 25 Jahren rund sechzig Personen verunfallt, weil sie unbefugt auf einen Waggon geklettert sind. Eine Ende 2025 veröffentlichte Studie des Universitätsspitals Zürich kommt zum Schluss, dass soziale Medien die Entwicklung begünstigen. Unter dem Titel «Burned for the Likes» untersuchten Forscher zwölf Schwerbrandverletzte nach «Trainsurfing»-Unfällen. Die ermittelte Sterblichkeitsrate liegt bei 45 Prozent pro Unfall.

Über den Gleisen fliessen bis zu 15.000 Volt. Selbst ohne direkten Kontakt kann ein Lichtbogen überspringen. Durchschnittlich 44 Prozent der Körperoberfläche seien bei den untersuchten Patienten verbrannt, heisst es in der Studie. Die SBB verweisen auf laufende Präventionsmassnahmen und haben nach den jüngsten Vorfällen erneut vor den Gefahren gewarnt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.