Die EU hat in den vergangenen vier Monaten 7 Prozent weniger Öl und Gas aus den USA importiert – trotz eines milliardenschweren Versprechens gegenüber Donald Trump. Das berichtet die Financial Times. Der Deal sieht vor, dass die EU bis 2028 amerikanische Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar abnimmt. Doch aktuelle Zahlen zeigen: Von der Zielmarke ist man weit entfernt.
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Wie das Energieberatungs-Unternehmen Kpler mitteilt, summierten sich die Einfuhren von LNG und Öl zwischen September und Dezember 2025 auf lediglich 29,6 Milliarden Dollar – trotz höherer Mengen. Grund ist der Preisverfall auf den Energiemärkten. Aufs Jahr gerechnet lagen die US-Energie-Importe der EU bei 73,7 Milliarden Dollar – nicht einmal ein Drittel des angestrebten Werts.
Gillian Boccara von Kpler nennt den Handelspakt unrealistisch: Die Käufe würden bilateral und durch ökonomische Faktoren gesteuert, nicht durch politische Zusagen. Selbst bei vollständigem Ersatz russischer Gaslieferungen durch US-LNG erreiche man laut Argus Media nur rund 29 Milliarden Dollar jährlich – ein Bruchteil des vereinbarten Ziels. Dafür müssten die Gaspreise auf über 37 Dollar pro MMBtu steigen – aktuell liegen sie bei rund 10 Dollar.
Laut EU-Kommission wurden bis November US-Energieprodukte im Wert von rund 236 Milliarden Dollar beschafft. Die LNG-Importe stiegen von 45 auf 70 Milliarden Kubikmeter.