Im August 2022 wird der Senegalese Mouhamed Dramé bei einem Polizeieinsatz durch Schüsse eines Polizisten getötet. Dem Einsatz vorausgegangen war ein Notruf des Leiters einer Jugendhilfeeinrichtung in der Dortmunder Nordstadt wegen Suizidgefährdung. Als die Polizisten eintrafen, soll Dramé apathisch mit einem Küchenmesser in der Hand im Hof der Einrichtung gesessen haben. Ein Einsatz mit Pfefferspray blieb erfolglos. Als sich Dramé mit dem Messer auf die Polizisten zubewegte, schossen zwei Beamte mit Tasern und einer mit einer Maschinenpistole auf ihn. Dramé wurde von fünf Schüssen getroffen und verstarb später an den Folgen seiner Verletzungen.
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Ähnlich wie der Fall Oury Jalloh wurde auch der Fall Dramé vor allem von linken Initiativen instrumentalisiert, um Stimmung gegen die Polizei zu machen und strukturellen Rassismus anzuprangern. Demonstrationszüge durch Dortmund, bei denen auch Politiker involviert waren, und eine Gedenktafel für Dramé waren die Folge. Nun wollen zwei Brüder des Senegalesen dauerhaft in Deutschland bleiben.
Das ist allein schon deshalb eine Meldung wert, weil es die Brüder nach den Angaben Mouhamed Dramés eigentlich gar nicht geben sollte. Wie viele Asylbewerber hatte Dramé, wie im Zuge der Ermittlungen um seinen Todesfall herauskam, gravierend falsche Angaben über seine Identität gemacht. Ein Umstand, der im Getöse um vermeintliche Polizeigewalt und angeblichen strukturellen Rassismus bei der Polizei, gerne unerwähnt bleibt.
So handelte es sich bei Dramé zum Zeitpunkt seines Todes aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um einen 16-jährigen Teenager, sondern um einen 25-jährigen Mann. Nachdem es ihm im spanischen Sevilla, wo er in einer Asylunterkunft lebte, nicht gefallen hatte, reiste er über Paris illegal nach Deutschland ein, wo er sich als malischer Staatsbürger ausgab. Darüber hinaus behauptete er, dass seine Mutter verstorben sei und er seinen Vater nie kennengelernt habe. Ein angeblich im Mittelmeer ertrunkener Begleiter soll sein einziger Bruder gewesen sein. In Wahrheit waren beide Eltern quicklebendig und gaben gegenüber Spiegel TV und Welt-Reportern an, zehn Kinder zu haben.
Zwei dieser neun Geschwister von Dramé befinden sich dank tatkräftiger Unterstützung von linken Aktivisten nun seit Anfang 2024 in Deutschland. Sie traten als Nebenkläger in der Verhandlung gegen die angeklagten Polizisten auf. Da der Prozess jedoch mittlerweile abgeschlossen ist und mit einem Freispruch für die Beamten endete, ist auch ihre Aufenthaltserlaubnis seit Ende Januar 2026 erloschen.
Doch ganz so schlimm kann der «strukturelle Rassismus» in der Bundesrepublik und das erfahrene Trauma durch die Tötung des Bruders, der seine Familie verleugnete, nicht sein. Denn Sidy (39) und Lassana Dramé (26) sind auf den Geschmack gekommen und wollen Deutschland nun ungern wieder verlassen. Unterstützung für dieses Vorhaben erhalten sie selbstredend von denselben Leuten, die schon damals keine Kosten und Mühen gescheut haben, sie nach Deutschland zu bringen. Darunter die Bezirksbürgermeisterin von Dortmund Innenstadt-Nord, Hannah Rosenbaum von den Grünen, und Stadtdirektor und Kämmerer Jörg Stüdemann von der SPD, der auch eine Arbeitserlaubnis für die beiden Brüder fordert. Heisst im Klartext: Die beiden Männer leben seit zwei Jahren in Deutschland, ohne einer Tätigkeit nachzugehen. Dabei ging der Prozess schon im Dezember 2024 zu Ende. Was sie in der Zwischenzeit gemacht haben, ist nicht bekannt.
Aber wie würde Angela Merkel sagen: «Nun sind sie halt da.» Und ich bin mir sicher, dass das auch so bleiben wird.