Trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Sanktionen gegen Moskau bleibt russischer Fisch ein Verkaufsschlager in der Europäischen Union. Allein 2024 importierte die EU Meeresfrüchte aus Russland im Wert von rund 709 Millionen Euro – allen voran Kabeljau und Alaska-Seelachs. Besonders betroffen: die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Portugal und Polen, wie das Portal Euroactiv berichtet.
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Ein vollständiger Importstopp ist nicht in Sicht. Während Länder wie Lettland, Schweden und Finnland erneut auf höhere Zölle drängen, warnt die EU-Kommission vor wirtschaftlichen Verwerfungen. Auch aus den Reihen der Mitgliedstaaten gibt es Vorbehalte – etwa aus Polen, dessen Verarbeiter laut eigenen Angaben «zu fast 100 Prozent» auf russischen Kabeljau angewiesen sind.