Trotz Sanktionen: Russlands Exportindustrie sprudelt. Zu den Abnehmern russischer Rohstoffe gehören vor allem China und Indien – aber auch europäische Länder
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Trotz Sanktionen: Russlands Exportindustrie sprudelt. Zu den Abnehmern russischer Rohstoffe gehören vor allem China und Indien – aber auch europäische Länder

Trotz umfassender Sanktionen sprudeln Russlands Exporteinnahmen weiter: 2024 stiegen die Ausfuhren in die zwanzig wichtigsten Handelspartner inflationsbereinigt um 18 Prozent auf 330 Milliarden US-Dollar. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt in einem Bericht, dass insbesondere Länder wie China, Indien, Brasilien und die Türkei ihren Import russischer Rohstoffe massiv ausgebaut haben – allen voran Öl und Gas.

SERGEI SAVOSTYANOV/SPUTNIK/KREML / KEYSTONE
epa10715833 Russian President Vladimir Putin visits the Naryn-Kala fortress during a working trip to Dagestan, in Derbent, Russia's Republic of Dagestan, 28 June 2023
SERGEI SAVOSTYANOV/SPUTNIK/KREML / KEYSTONE

Die USA erwägen nun drastische Sekundärzölle: Auch Drittstaaten, die russische Güter verarbeiten oder weiterverkaufen, sollen zur Kasse gebeten werden – mit Zöllen von bis zu 500 Prozent. Vor allem China mit Importen von über 130 Milliarden US-Dollar wäre betroffen. Der Vorstoss wird von US-Senatoren vorangetrieben, stösst in der EU jedoch auf Skepsis. Die Europäer fürchten wirtschaftliche Verwerfungen und eine Zolleskalation.

Ein besseres Mittel, so das IW, wäre ein deutlich gesenkter Ölpreisdeckel. Der derzeitige Deckel von 60 Dollar pro Barrel habe wegen sinkender Weltmarktpreise seine Wirkung verloren. Ein Preislimit von 30 Dollar hätte Russlands Einnahmen im April 2025 um rund 4,1 Milliarden Euro reduziert.

Auch die sogenannte Schattenflotte – Tanker mit undurchsichtiger Eigentümerstruktur – steht im Fokus. Sie wird zunehmend mit Sabotageakten in Verbindung gebracht. Das IW fordert deshalb Sekundärsanktionen gegen Drittstaaten-Reedereien und ein komplettes Verbot von Schiff-zu-Schiff-Transfers russischer Waren in EU-Gewässern.

Brisant: Im dritten Kriegsjahr übertrafen die EU-Importe russischer Energieprodukte den Wert der EU-Hilfen an die Ukraine. Mehrere Mitgliedstaaten, darunter Ungarn und die Slowakei, gelten weiterhin als bedeutende Abnehmer.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.