Trotz milder Witterung schlagen Experten der Initiative Energien Speichern (Ines) Alarm: Deutschlands Gasspeicher sind zu Beginn der Heizsaison nur zu 75 Prozent gefüllt – ein unerwartet niedriger Wert. Im Falle eines sehr kalten Winters könnte es bereits im Januar zu Versorgungsengpässen kommen, warnte Ines laut einem aktuellen Bericht.
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Die Füllstände blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Noch im September war man davon ausgegangen, bis November 81 Prozent zu erreichen. Doch die Einlagerung verlief langsamer als im Vorjahr – und schwächer als in anderen EU-Staaten.
Besonders bei einer Wetterlage wie im Extremwinter 2010, mit langanhaltendem Frost, könnten die Speicher bereits Mitte Januar leer sein. Bei normaler bis milder Witterung ist eine moderate bis umfangreiche Entleerung bis Ende Februar wahrscheinlich.
Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann kritisiert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung: «Die bestehenden politischen Rahmenbedingungen wurden nicht genutzt, um höhere Füllstände sicherzustellen.» Andere EU-Länder seien besser vorbereitet.