Wovor hat die Europäische Union Angst? Dass Aussenstehende einen Keil in sie treiben, Uneinigkeit kreieren und fördern könnten.
Wladimir Putin ist ein beliebter Sündenbock, auf den man mit dem Finger zeigt. Siehe seinen Draht zu Ungarns Viktor Orbán.
Auch Donald Trump hat man diesen Vorwurf oft gemacht – mit gutem Grund, wie der Präsident soeben erneut bewiesen hat.
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Ausgerechnet mit Kanzler Friedrich Merz neben ihm zog er gegen Spanien vom Leder. Weil dessen Regierungschef Pedro Sánchez den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran verurteilte und immer noch das Nato-Ziel von 5 Prozent verfehlt, verkündete Trump den Bruch jeglicher Handelsbeziehungen zur viertgrössten Volkswirtschaft der EU.
Und was tat Merz? Brach er eine Lanze für europäische Solidarität? Wies er Trump zurecht?
Natürlich nicht. Er sass brav und stumm da. So wie Olaf Scholz einst, als Joe Biden die Sprengung von Nord Stream ankündigte.
Wie heisst noch das französische Sprichwort? Plus ça change, plus c’est la même chose. Je mehr sich ändert, desto mehr bleibt gleich.