US-Präsident Donald Trump hat alle diplomatischen Bemühungen mit Venezuela abgebrochen. Das berichten mehrere US-Beamte laut der New York Times. Die Entscheidung ebnet den Weg für eine mögliche Eskalation des militärischen Vorgehens – entweder gegen das Regime von Nicolás Maduro oder gegen die in Venezuela operierenden Drogenkartelle.
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Richard Grenell, bisher zuständig für geheime Gespräche mit Maduro, wurde von Trump persönlich angewiesen, sämtliche Verhandlungen einzustellen. Grund sei die Weigerung Maduros, auf amerikanische Forderungen einzugehen und seine Macht freiwillig abzugeben. Zudem bestreite Caracas weiterhin jegliche Beteiligung am internationalen Drogenhandel.
Aussenminister Marco Rubio, gleichzeitig nationaler Sicherheitsberater, hatte Maduro wiederholt als «illegitimen Führer» bezeichnet. Er erklärte, die USA betrachteten den venezolanischen Präsidenten als «Flüchtigen vor der amerikanischen Justiz». Eine US-Anklage wirft ihm Drogenhandel vor – das Kopfgeld auf Maduro wurde kürzlich auf 50 Millionen Dollar erhöht.
Die US-Armee hat zuletzt mehrmals mutmassliche Drogenboote in internationalen Gewässern nahe Venezuela angegriffen – zuletzt mit tödlichem Ausgang für vier Personen. Gemäss einem Bericht sind weitere Militärschläge bereits vorbereitet. In Washington wird sogar über Operationen gegen Ziele in Venezuela selbst diskutiert.