US-Präsident Donald Trump hat den Ton gegenüber dem Iran deutlich verschärft und Teheran mit direkten Militärschlägen gedroht. Bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in seiner Residenz Mar-a-Lago erklärte Trump, die USA würden «sofort» eingreifen, sollte der Iran sein Atomprogramm weiterverfolgen. Auch der Ausbau iranischer Raketenfähigkeiten könne militärische Konsequenzen nach sich ziehen.
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Trump verwies auf den jüngsten Krieg zwischen Israel und dem Iran, der im Juni zwölf Tage dauerte und bei dem israelische und amerikanische Kräfte zentrale iranische Atomanlagen bombardierten.
Trotz einer Waffenruhe gilt der Konflikt als ungelöst. Nach israelischen Angaben arbeitet Teheran erneut am Wiederaufbau seines Raketenarsenals. Trump warnte, ein erneuter Angriff könne «härter ausfallen als beim letzten Mal».
Aus Teheran kam umgehend eine scharfe Reaktion. Ein Berater von Irans oberstem Führer Ali Chamenei erklärte, die Raketenfähigkeit des Landes sei nicht verhandelbar. Jede Aggression werde mit einer «sofortigen harten Reaktion» beantwortet, die die Vorstellungskraft der Angreifer übersteige.
Neben dem Iran nahm Trump auch die Hamas ins Visier. Die Terrororganisation müsse sich im Rahmen eines Friedensplans entwaffnen, andernfalls drohten «sehr schlimme» Konsequenzen. Zwar betonte Trump, die USA strebten keine Eskalation an, machte jedoch klar, dass die Geduld begrenzt sei.
Trotz einer Waffenruhe seit Oktober kommt es im Gazastreifen weiterhin zu tödlichen Zwischenfällen. Die Hamas lehnt eine Entwaffnung bislang ab, zudem befindet sich weiterhin die Leiche einer entführten Geisel in Gaza.