US-Präsident Donald Trump hat Israels Präsidenten Jitzchak Herzog erneut aufgefordert, Premierminister Benjamin Netanjahu zu begnadigen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Herzogs Büro veröffentlicht hat.
Trump erklärte, er respektiere zwar die Unabhängigkeit der israelischen Justiz, halte die Anklage gegen Netanjahu aber für politisch motiviert und unbegründet. Netanjahu sei ein «beeindruckender und entschlossener Kriegsministerpräsident» und führe das Land nun in eine Zeit des Friedens. «Seine Aufmerksamkeit darf nicht unnötig abgelenkt werden», so Trump.
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Herzogs Büro teilte mit, dass Begnadigungen nur auf formellen Antrag geprüft würden. Eine klare Antwort auf Trumps Vorstoss blieb aus.
Bereits im Oktober hatte Trump bei einem Besuch im israelischen Parlament eine Begnadigung Netanjahus gefordert. Präsident Herzog hatte betont, kein Mensch stehe über dem Gesetz – aber er werde nach seinem Gewissen entscheiden.