Nach eigenen Angaben hat Donald Trump bereits acht internationale Konflikte gelöst – darunter auch den jahrzehntelangen Streit zwischen Indien und Pakistan. In einer Rede im ägyptischen Scharm el-Scheich erklärte der US-Präsident: «Ich denke, Pakistan und Indien werden sehr gut miteinander auskommen.»
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Trump sprach im Rahmen eines Gipfels zur Lage im Nahen Osten, nachdem zuvor ein Waffenstillstand im Gaza-Konflikt verkündet worden war. Er lobte Indien, das er als «grossartiges Land mit einem sehr guten Freund von mir an der Spitze» bezeichnete – gemeint war Premierminister Narendra Modi. Während er sprach, stand Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hinter ihm, der mit einem Lächeln reagierte.
Sharif selbst ging in seiner Rede weiter: «Pakistan hatte Präsident Trump für den Friedensnobelpreis nominiert», erklärte er und verwies auf dessen «ausserordentliche Beiträge», zuerst zur Beendigung der Gewalt zwischen Indien und Pakistan und nun auch im Nahen Osten. Trump habe «Millionen Leben gerettet».
Laut Trump ist es Washington gelungen, am 10. Mai eine Waffenruhe zwischen den beiden Atommächten zu vermitteln, nachdem Indien am 7. Mai mit der «Operation Sindoor» auf einen Anschlag in Pahalgam reagiert hatte. Innerhalb von vier Tagen kam es zu massiven Raketen- und Drohnenangriffen beider Seiten. Seit dem von Trump verkündeten Abkommen betont er immer wieder, dass er den Konflikt beendet habe – dies nun als Teil einer Liste von acht «gelösten Kriegen».
Indien hingegen führt die Einigung auf direkte Gespräche zwischen den militärischen Oberbefehlshabern beider Länder zurück und betont, dass Washingtons Rolle begrenzt gewesen sei. Doch Trump bleibt dabei, er habe es nicht für den Nobelpreis getan.