Donald Trump hat in einem Interview mit dem US-Sender Fox Business erneut gegen die Schweiz ausgeteilt – und erklärt dabei offenherzig, warum er die US-Strafzölle gegen Schweizer Produkte drastisch erhöht hatte: Schuld sei ein Telefonat mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. «Sie war nett, aber sehr aggressiv», sagte der US-Präsident. Ihre Art habe ihn derart verärgert, dass er die Zölle spontan von 30 auf 39 Prozent erhöht habe.
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Trump behauptete, die Schweiz profitiere wirtschaftlich nur deshalb, weil «wir sie uns ausnehmen lassen». Man denke bei der Schweiz an ein «ultraschickes» Land, doch in Wahrheit nehme sie die USA aus. Als Beispiel für seine Wirtschaftspolitik nennt er das bilaterale Handelsdefizit, das er mit 42 Milliarden Dollar beziffert – deutlich höher als offizielle Schätzungen.
Das Telefongespräch mit Keller-Sutter aus dem Sommer 2025 sei für Trump offenbar ein Wendepunkt gewesen. Sie habe wiederholt betont, die Schweiz sei ein kleines Land, habe sich aber beharrlich gegen Zölle gewehrt. Trump: «Ich konnte sie nicht aus der Leitung bekommen.» Statt auf ihre Argumente einzugehen, habe er den Zollsatz kurzerhand erhöht.