Was will Roderich Kiesewetter?
Frieden in der Ukraine kann es nicht sein. Wie sonst wäre der jüngste Tweet des CDU-Obristen zum Treffen Donald Trumps mit Wladimir Putin zu deuten?
Das Treffen, «noch dazu in Ungarn, ist ein fatales Zeichen für die europäische Sicherheit, denn das gibt Russland erneut die Möglichkeit, Europa zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben».
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Zum Mitschreiben: Wenn sich zwei mächtige Männer treffen, um Möglichkeiten für ein Ende eines Blutvergiessens auszuloten, hält das Kiesewetter für «fatal».
Genauso schlimm findet er es, dass sich die beiden in Ungarn treffen – dem Land, dessen Regierungschef der einzige europäische Spitzenpolitiker war, der einen Frieden auf dem – notabene europäischen – Kontinent voranzubringen suchte.
Den Waffenstillstand in Gaza hat Kiesewetter begrüsst. Auch dazu waren Gespräche nötig – mit der Hamas, einer brutalen Terrortruppe. Und mit Russland spricht man nicht?
Reden, nicht schiessen. Aber für den Berufsoffizier Kiesewetter gilt wohl der Spruch, dass für den Hammer jedes Problem ein Nagel ist.